Leistungsfeld 02 · Datenbasis und Business Intelligence

Konsolidierte Datenbasis als Grundlage für KI und Reporting

Konsolidierung verteilter Datenquellen, Aufbau eines Single Point of Truth und Modernisierung des Reportings. Etablierung der technischen und organisatorischen Grundlage, auf der Strategie- und KI-Initiativen belastbar aufsetzen können.

Typische Auslöser

Drei Konstellationen,
in denen eine Datenbasis-Phase indiziert ist

Datenbasis-Initiativen sind dann sinnvoll, wenn die bestehende Datenlandschaft die strategische Steuerung, das Reporting oder geplante KI-Vorhaben strukturell limitiert.

Konstellation 1 · Verteilte Datenhaltung Geschäftsrelevante Daten liegen in heterogenen Quellsystemen und Tabellenwerken.

Konsolidierung erfolgt manuell. Zwischen Fachbereichen und Controlling bestehen Abweichungen in Definition und Wert derselben Kennzahl.

Konstellation 2 · Reportingprozesse Monatliche Abschlüsse und Standardberichte erfordern hohen manuellen Aufwand.

Anpassungen an Berichten haben lange Durchlaufzeiten. Self-Service-Analytik ist nicht etabliert. Aussagen sind nicht durchgängig nachvollziehbar.

Konstellation 3 · KI-Initiativen Pilotprojekte zu KI liefern keine belastbaren Ergebnisse.

Trainingsdaten sind unvollständig, widersprüchlich oder nicht hinreichend dokumentiert. Eine produktive Nutzung scheitert an der Datenqualität, nicht am Modell.

Vorgehen

Fünf Phasen,
iterative Lieferlogik

Der Aufbau erfolgt iterativ. Ein nutzbarer Layer entsteht innerhalb von acht bis vierzehn Wochen. Weitere Domänen folgen in aufeinander aufbauenden Iterationen.

1

Inventur der Datenlandschaft

Strukturierte Erfassung aller relevanten Datenquellen: System, Ownership, Aktualität, Qualität, Zugriffsrechte. Berücksichtigung sowohl der zentralen Quellsysteme als auch der dezentral geführten Tabellenwerke.

2

Zielarchitektur

Entscheidung zwischen Cloud-, On-Premise- und Hybridarchitektur. Festlegung des Datenmodells (Data Warehouse oder Lakehouse), des Layer-Modells, der Namenskonventionen sowie des Governance-Rahmens. Dokumentation der Architekturentscheidungen.

3

Datenstrecken

Implementierung der ETL- bzw. ELT-Pipelines pro Quellsystem mit Extraktion, Bereinigung, Transformation und Beladung. Orchestrierung über Airflow, Dagster oder dbt. Integrierte Datenqualitätstests pro Pipeline.

4

Semantic Layer und BI

Konsolidierung der Kennzahlendefinitionen im Semantic Layer (dbt, LookML, Power BI Semantic Model). Aufbau der Dashboards auf einer einheitlichen Datendefinition für zentrale Geschäftsgrößen.

5

Governance und Übergabe

Festlegung der Data Ownership je Domäne, Definition des Change-Prozesses für neue Kennzahlen, Dokumentation. Strukturierte Übergabe an das interne Team. Begleitung in der Stabilisierungsphase über 30 bis 90 Tage.

Lieferformat

Produktiver Layer in 8 bis 14 Wochen. Iterative Erweiterung.

Die erste produktive Datenbasis für ein bis zwei Fachdomänen entsteht innerhalb von acht bis vierzehn Wochen. Weitere Domänen werden in aufeinander aufbauenden Iterationen erschlossen.

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Wirkung

Wirkung einer
konsolidierten Datenbasis

Drei Wirkungsdimensionen, die in unseren Mandaten in der Datenbasis-Phase regelmäßig erreicht werden.

Automatisierte Reportingprozesse

Standardberichte und Periodenabschlüsse laufen automatisiert. Die im Controlling freiwerdende Kapazität verlagert sich von der Datenaufbereitung in die fachliche Analyse.

Einheitliche Kennzahlendefinitionen

Der zentrale Semantic Layer stellt eine einheitliche Definition geschäftsrelevanter Kennzahlen sicher. Geschäftsführung, Controlling und Fachbereiche arbeiten auf derselben Datenbasis.

Belastbare Datengrundlage für KI

Modelle für Forecasting, Anomalieerkennung und Klassifikation setzen auf einer dokumentierten und qualitätsgesicherten Datenbasis auf. Die Vorbereitungsphase für KI-Vorhaben verkürzt sich erheblich.

Leistungsumfang

Leistungsumfang und
Abgrenzung

Wir verantworten Architektur, Implementierung und Übergabe. Themen außerhalb dieses Leistungsumfangs adressieren wir transparent über unser Partnernetzwerk.

Im Leistungsumfang
  • Audit der Datenquellen mit Bewertung von Qualität und Aktualität
  • Zielarchitektur (Data Warehouse oder Lakehouse, Cloud-Setup, Layer-Modell)
  • ETL- und ELT-Pipelines inklusive Datenqualitätstests
  • Semantic Layer mit konsolidierten Kennzahlendefinitionen
  • Dashboards für zentrale Anwendungsfälle (Power BI, Looker, Tableau)
  • Governance-Modell mit Ownership, Change-Prozess und Dokumentation
  • Strukturierte Übergabe und Begleitung in der Stabilisierungsphase
Nicht im Leistungsumfang
  • Lizenzhandel für Plattformanbieter
  • Beschaffung und Betrieb von Hardware und Servern
  • Dauerhafter Plattformbetrieb nach Übergabe
  • SAP- und ERP-Customizing oder ABAP-Entwicklung
  • Lift-and-Shift-Migrationen ohne fachliches Architekturkonzept

Für den dauerhaften Plattformbetrieb arbeiten wir mit etablierten Implementierungspartnern zusammen.

Technologieauswahl

Souveränität als
Auswahlkriterium

Die Auswahl orientiert sich an Datenresidenz innerhalb der Europäischen Union, an Souveränitätsanforderungen und an der bestehenden IT-Landschaft. Europäische Anbieter und offene Standards haben Vorrang. Internationale Plattformen werden ausschließlich in EU-Regionen mit dokumentierter Auftragsverarbeitung eingesetzt.

OVHcloud (EU) Scaleway (EU) STACKIT (EU) PostgreSQL dbt Airflow Dagster Airbyte Great Expectations Metabase Azure (EU-Region) AWS (EU-Region) Snowflake (EU-Region) Databricks (EU-Region) Power BI
Referenz

Single Point of Truth
in 14 Wochen

Konsolidierung von acht Datenquellen in eine zentrale Datenbasis bei einem mittelständischen Lebensmittelhersteller. Reduktion des Reportingaufwands um 68 Prozent.

Mandat · Lebensmittelproduktion · 600 Mitarbeitende

Konsolidierung von acht Quellsystemen zu einer zentralen Datenbasis mit automatisiertem Periodenabschluss

Ausgangslage: ERP, CRM, MES, vier dezentrale Tabellenwerke, manuelle Konsolidierung. Zielzustand: Single Point of Truth in Snowflake, dbt-Modelle, Power BI für Geschäftsführung und Fachbereiche. Belastbare Grundlage für nachgelagerte KI-Vorhaben.

Vollständigen Fall lesen
8 → 1 Datenquellen
−68 % Reportingaufwand
14 Wo. Time to Production
Häufige Fragen

Fragen aus der
Vorbereitungsphase

Spezifische Fragestellungen zum Leistungsfeld Datenbasis und Business Intelligence. Allgemeine Fragen zur Zusammenarbeit mit LYN Intelligence finden Sie auf der Startseite.

Ist ein Data Warehouse zwingend erforderlich, oder genügt ein BI-Tool auf dem ERP?

Ein direkter Zugriff aus einem BI-Werkzeug auf das ERP ist für einzelne Berichte und ein einzelnes Quellsystem geeignet. Sobald drei oder mehr Quellen integriert, Historisierungen erforderlich oder mehrere Fachbereiche zu bedienen sind, ergeben sich Anforderungen an Performance, Wartbarkeit und Datenqualität, die eine zentrale Datenbasis erforderlich machen.

In welchem Zeitraum entstehen erste belastbare Kennzahlen?

Eine erste produktive Datenbasis für eine Fachdomäne entsteht regelmäßig innerhalb von acht bis zwölf Wochen. Der vollständige Aufbau über alle relevanten Bereiche ist als iterativer Prozess über sechs bis achtzehn Monate angelegt, wobei nach jeder Iteration ein produktiv nutzbarer Layer vorliegt.

Wie werden bestehende Berichte und Tabellenwerke behandelt?

Die Migration erfolgt schrittweise. Der neue Layer wird parallel aufgebaut, kritische Berichte werden sukzessive abgelöst. Tabellenwerke bleiben als Ad-hoc-Analysewerkzeug verfügbar, jedoch als Konsument der konsolidierten Daten und nicht als parallele Datenquelle.

Wer verantwortet den Betrieb der Pipelines nach der Implementierung?

Der Regelfall sieht die Übergabe an das interne Team (IT oder dedizierte Data-Engineering-Rolle) vor. Architektur, Pipelines und Governance werden vollständig dokumentiert, Schulungen erfolgen im Rahmen der Übergabe. In der Stabilisierungsphase von 30 bis 90 Tagen erfolgt eine fachliche Begleitung. Bei fehlender interner Kapazität erfolgt die Vermittlung an einen Implementierungspartner.

Cloud, On-Premise oder hybride Architektur?

Die Entscheidung erfolgt anhand der bestehenden Infrastruktur, der regulatorischen Anforderungen und der Skalierungserwartungen. Cloud-Architekturen bieten Vorteile bei Skalierbarkeit und Implementierungsgeschwindigkeit, On-Premise- und Hybridlösungen bei strikten Anforderungen an Datenhaltung und Souveränität. Bei Cloud-Setups achten wir konsequent auf Datenresidenz innerhalb der Europäischen Union.

Wie verzahnt sich die Datenbasis mit der KI-Strategie?

Datenbasis und KI-Strategie sind methodisch eng verzahnt. Üblicher Einstieg ist die Strategiephase mit Use-Case-Priorisierung und Bewertung der Datenreife. Nach Etablierung der Datenbasis erfolgt die Umsetzung erster KI-Anwendungen auf belastbarer Grundlage.

Leistungsfelder im Überblick

Strategie, Datenbasis und KI
als zusammenhängende Phasen

Die drei Leistungsfelder bilden aufeinander aufbauende Phasen. Die Datenbasis ist die Voraussetzung für Strategiearbeit mit belastbaren Aussagen und für produktive KI-Anwendungen.

Leistungsfeld 01

KI- und Datenstrategie

Priorisierung relevanter Use Cases, Bewertung der Datenlage, Aufbau einer belastbaren Roadmap und eines tragfähigen Business Case.

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Leistungsfeld 02

Datenbasis und Business Intelligence

Konsolidierung der Datenquellen, Aufbau des Single Point of Truth und Modernisierung des Reportings als Grundlage für KI.

Aktuelle Seite
Leistungsfeld 03

KI-Agenten und Umsetzung

Fachbereichsnahe KI-Anwendungen auf Unternehmensdaten, von der Pilotierung über den Rollout bis in den produktiven Betrieb.

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Standortbestimmung
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Im 60-minütigen Sondierungsgespräch klären wir, ob eine Datenbasis-Phase den geeigneten Einstieg darstellt oder ob ein anderes Leistungsfeld den größeren Hebel bietet.